20 Jahre nach dem Erdgipfel in Rio: Wie geht nachhaltige Veränderung?

Arena der Zukunft 2012: Der Geist von Rio - 20 Jahre später

Voller Enthusiasmus wurde der lokale Agenda 21 Prozess nach Rio`92 begonnen. In unzähligen Orten gründeten sich Initiativen, welche die Agenda von Rio nach ihren eignen Vorstellungen umsetzen wollten. Nach 20 Jahren umwelt- und entwicklungspolitischem Engagement kann eine kritische Bilanz sehr hilfreich sein. Wo gibt es gute Ansätze und Erfahrungen, die weiterverfolgt werden können? Woran sind einzelne Projekte gescheitert und wie lässt sich dies vermeiden? Wie hat sich der lokale und globale Kontext geändert? Über vor allem: Welche Lektionen lassen sich daraus lernen? Was sind die „Gelingensbedingungen“ für nachhaltiges Verändern? Diesen Fragen widmete sich die diesjährige Arena der Zukunft mit verschiedenen Veranstaltungen und Formaten.

Das Scheitern von Rio+20

Weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit fand in Rio der zweite "Erdgipfel" statt. In Erfurt diskutierten wir über die Erwartungen an den Gipfel und über das, was sich an Ergebnissen abzeichnet. Barbara Unmüßig sah den Gipfel klar als gescheitert an. Wissen und Handeln treten immer weiter auseinander. Ein Grund mehr, Themen wie „Green Economy“ in der öffentlichen Debatte weiter zu führen?

Gutes Wasser in der Nähe – Nepal auf dem Weg zu einer Wasserversorgung für alle

Die Veranstaltung „Frauen und Wasserversorgung: Entwicklung und Frauen- und Genderpolitik in Nepal“ ließ niemanden kalt. Welchen Wert Wasser in einem Land wie Nepal einnimmt, zeigt schon der symbolträchtige Begriff vom „blauen Gold“ wie es dort zulande genannt wird. Anhand des „Wasser-Problems“ decken die Referentinnen auf, welche komplexen Zusammenhänge dahinter stecken: Die Rolle der Frauen, politische Machtstrukturen, Zugang zum Gesundheits- und Bildungswesen sind nicht losgelöst voneinander zu verstehen.

Der Geist von Rio - 20 Jahre später

20 Jahre nach dem ersten Erdgipfel wird sich die Weltgemeinschaft vom 20. bis 22. Juni 2012 erneut in Rio de Janeiro treffen. Wir wollen das Motto "Global denken - lokal handeln" aufgreifen, kritische Bilanz ziehen und nachfragen, wie sich nachhaltig Veränderungen erreichen lassen.

Von Sebastian Kunte

Urban Gardening in Thüringen

Ein Gespenst geht um in städtischen Hinterhöfen, Parzellen oder Brachen: URBAN GARDENING. Dabei wachsen nicht nur Obst und Gemüse, sondern auch der Klimaschutz, die Artenvielfalt und das nachbarschaftliche Zusammenleben in der Stadt. Und auch jenseits der großen Metropolen, etwa in Erfurt Jena, Weimar, Eisenach oder Saalfeld, entstehen Gemeinschaftgärten und interkultuelle Projekte.