Zeitgeschichte

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Auf der Podiumsdiskussion „Geschichtsbewusstsein im Einwanderungsland“ wurde am 24. Februar 2017 in der Erfurter Gedenkstätte „Topf&Söhne“ über die Zukunft der Erinnerung an den Nationalsozialismus in der Einwanderungsgesellschaft diskutiert.

Christian Meier ist Althistoriker und emeritierter Professor für Alte Geschichte an der Universität München. Meier hat vier Thesen formuliert in denen er sich mit der Kultur des Erinnerns auseinandersetzt.

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Das Verschweigen von wichtigen Episoden im Leben, die einen Menschen geprägt haben, führt oftmals dazu, dass die nachgeborenenen Generationen im Umgang damit alleine gelassen werden. Das Motiv der Schweigenden ist dabei natürlich meist die Angst vor der Verurteilung. Im hohen Alter nehme diese Angst jedoch scheinbar ab und weiche dem Wunsch zu erzählen, erklärt Toralf Staud, freier Journalist aus Berlin. Das hat auch Dr. Annette Leo, Historikerin an der Friedrich-Schiller-Universität, oft erlebt. Sie hat zum Schweigen geforscht und sich intensiv mit der Thematik beschäftigt.

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Etwa 120.000 Kinder in der DDR waren in Kinder- und Jugendheimen. Strafen, die bis zur völligen körperlichen Erschöpfung gingen, waren dort keine Seltenheit. Eine Veranstaltung der Heinrich-Böll-Stiftung in Kooperation mit der Stiftung Ettersberg beschäftigte sich mit dem System der DDR-Jugendhilfe.

Das Gedenken an die Friedliche Revolution vom Herbst 1989 wird zusehends auf den Fall der Mauer und die Wiedergewinnung der deutschen Einheit enggeführt. Grund genug für uns zu fragen: Was waren die Triebfedern dieser Friedlichen Revolution? Wir wollen sie nicht als „Geschichte“ abtun, sondern sie vielmehr auf ihren aktuellen Gehalt überprüfen. Am 15. November 2010 veranstaltete die Heinrich-Böll-Stiftung im Gothaer Augustinerkloster das "Freiheitsfest 2010". Im Mittelpunkt stand der zentrale Begriff der Freiheit. Über ihn diskutierten wir generationenübergreifend in all seinen Facetten.

Die Veranstaltungsreihe ging den Fragen nach, welche Dimension das Schweigen nach dem Zweiten Weltkrieg hatte und was dies für die (ost)deutsche Nachkriegsgesellschaft bedeutete.  Inwieweit zogen die Herrschenden in der DDR ihre Legitimation aus dem Sprechen über die Zeit des Nationalsozialismus? Und wurde in den beiden deutschen Staaten nach 1945 eigentlich anders geschwiegen?

Demokratie

Demokratie ist für uns sowohl gelebte Alltagspraxis als auch eine Utopie und ein weitreichendes Versprechen. Unsere Projekte werben für demokratische Verhältnisse und haben die Aufgabe, Demokratie lebendig zu halten und weiterzuentwickeln – in der Gesellschaft, in Parteien und Institutionen. Insbesondere beschäftigen wir uns dabei mit Fragen einer neuen politischen Beteiligungskultur und dem digitalen Wandel.

Wir bürsten Zeitgeschichte gegen den Strich und setzen uns kritisch mit Rechtspopulismus, extremer Rechten und verschiedensten Formen von Diskriminierung auseinander.

Veranstaltungen

Jun 06Jul 04
Eine grafische Reportage über rechten Terror
Gotha
Aug 31
Lesung und Gespräch mit Markus Nierth
Gera
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Publikationen

Im Auftrag der Heinrich-Böll-Stiftung untersuchte ORBIT (Organisationsberatungsinstitut Thüringen) die Erfahrungen der verschiedenen Akteure in der Bürger/innenbeteiligung. In der zugrundeliegenden deutschlandweiten Onlinebefragung wurden Beteiligungsinstrumente und deren Einsatz genauso beleuchtet, wie das vorhandene Know-How der Beteiligten.

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