Barrieren abbauen - inklusiv gestalten

Im Juli 2026 veröffentlichte unsere FSJlerin Aliya ihre Handreichung zum Thema barrierearmes Gestalten. Um den Inhalt auch Menschen zugänglich zu machen, die die gedruckte Version nicht oder nur eingeschränkt nutzen können, steht die Handreichung hier als barrierearmes PDF zum Download bereit.

Menschen mit verschiedenen Behinderungen mit der Überschrift "Barrieren abbauen - inklusiv gestalten"

Laut offiziellen Statistiken leben rund 558.000 blinde und sehbehinderte Menschen in Deutschland. Betrachtet man zusätzlich Menschen mit altersbedingten oder temporären Seheinschränkungen, wird deutlich, dass ein erheblicher Teil der Bevölkerung in der visuellen Wahrnehmung eingeschränkt ist. Gestaltung ist daher niemals neutral. Sie entscheidet darüber, wer Informationen erfassen kann und wer ausgeschlossen wird.

Gerade im digitalen Raum zeigt sich, wie abhängig wir von einzelnen Sinneskanälen sind. Websites, Apps und digitale Anwendungen basieren überwiegend auf visuellen Reizen: Farben, Kontrasten, Schriftgrößen, Layouts. Doch nicht alle Menschen können oder wollen Informationen primär über das Sehen aufnehmen; manche nutzen Screenreader, andere sind auf hohe Kontraste angewiesen. Wieder andere können keine akustischen Inhalte wahrnehmen und sind auf Untertitel in Videos und Audios angewiesen.

Design darf deshalb nicht voraussetzen, dass alle Sinne gleichermaßen verfügbar sind und die Sinnesverarbeitung bei jeder Person gleich abläuft. Barrierearmes Gestalten bedeutet, Informationen so aufzubereiten, dass sie über unterschiedliche Wahrnehmungswege zugänglich sind: visuell, auditiv oder physisch. Nur so entsteht gestalterische Teilhabe.

Die Handreichung ist untenstehend als PDF downloadbar.