FREI, FAIR UND LEBENDIG- Jenseits von Markt und Staat selbstbestimmt und gemeinverantwortlich agieren

Karten der Commoning-Mustersprache
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Bestellvortrag Commoning Mustersprache

Im Commoning geht es ums Miteinander-Tun. Sich selbstbestimmt und gemeinverantwortlich miteinander zu organisieren kann krisenresiliente Strukturen schaffen und stärken. Bisherige Teilnehmende sind überrascht zu erkennen, in welchen Gebieten sie schon Commoning leben. Wir möchten diesem Kulturwandel den Weg ebnen und mit Hilfe der Musterkarten zur Bewusstwerdung und Erweiterung der Möglichkeiten beitragen.


"Jeden Tag stehen wir auf und machen Kapitalismus. Warum machen wir nicht mal was anderes?" - David Graeber


Commoning heißt: Menschen organisieren sich auf Augenhöhe, um miteinander gut auszukommen sowie selbstbestimmt Nützliches für sich und andere herzustellen. Die Beteiligten entscheiden gemeinverantwortlich darüber, was sie brauchen und wie sie Vermögenswerte (Ressourcen, Zeit und Räume) bewirtschaften, gestalten und verteilen. Vertrauen ist hierfür der Schlüssel. Es kann jedoch nicht vorausgesetzt werden, sondern entsteht im Tun. Commoning braucht einerseits eine Haltung, die Vertrauen gewährt, ohne vertrauensselig zum sein und andererseits Handlungen, die Vertrauen aktiv fördern. Die Muster des Commoning unterstützen beides. (Silke Helfrich und Julia Petzold, ebd.)


Die Mustersprache des Commoning zeigt mit Bildern, Beispielen und Erläuterungen, wie das gehen kann. Die Muster sind Werkzeuge oder auch Prinzipien der Transformation zu einem freien, fairen und lebendigen Umgang. Sie fordern auf das Miteinander, die Organisationsstrukturen und die Art des Wirtschaftens zu verändern.
Das Ziel: eine freie, faire und lebendige Gesellschaft jenseits von Markt und Staat.
 

Sibylle Reichel und Frank Bock laden ein, sich dem Commoning zu nähern und sich die Commoning-Mustersprache zu erschließen. Es geht darum auszuloten, wo die Muster des Commoning in unserem Leben bereits wirksam sind oder wo wir sie zukünftig einfließen lassen können. Anhand konkreter Projekte (z.B. Solawis, Wikipedia, freiwillige Feuerwehren, Arbeitsgruppen) lassen sich Pfade durch die Mustersprache legen. So erschließt sie sich mehr und mehr.
Der 90-minütige Workshop wird gemeinsam erkundend gestaltet und kann ohne Vorkenntnisse besucht werden. Wir möchten uns an den Bedürfnissen der Teilnehmenden orientieren. Eine Teilnahme ist auch einfach nur zum Kennenlernen der Mustersprache möglich und sinnvoll.
 

Initiativen, die sich aus dem Workshop ergeben können:
gemeinschaftliche Beratung für ein konkretes  Projekt organisieren
 die Commoning-Mustersprache als "Dach" wählen, um Initiativen, die in dieser Haltung in der Region arbeiten, zu vernetzen
 die Themen als Anlass für Sprachunterrricht wählen
 Kunstprojekte unter diesem Gesichtspunkten initiieren
 ein Commoning-Mustersprache-Spiel entwickeln
 sich erneut treffen
 …


Sibylle Reichel gestaltet als Künstlerin Bilder oder visualisiert durch Graphic Recording Gedankengänge von Gruppen, in Vorträgen und Fachtexten.
Frank Bock arbeitet als Landschaftsarchitekt und engagiert sich ehrenamtlich auf politischer Ebene.
Auf ganz unterschiedlichen Ebenen erforschen wir beide dialogischen Austausch und regen andere dazu an.
Sibylle Reichel hat 2025 gemeinsam mit und der Unterstützung durch die Community die Mustersprache neu gestaltet. Die neuen Karten haben inzwischen schon ihren Weg in die USA und auch in die große Kooperative Cecosesola in Venezuela gefunden.
Mehr zum gesamten Thema und hilfreiche Links zu Filmen und gut verständlichen Erklärvideos sind hier aufgelistet: sibylle-reichel.de/kommunikation/commoning