Dossier: Flucht und Migration in Thüringen

Dossier: Flucht & Migration in Thüringen


Auch in Thüringen sind in den letzten Jahren viele geflüchtete Menschen angekommen, die hier einen neuen Lebensmittelpunkt finden. Von Altenburg bis Ilmenau bestehen mittlerweile aktive lokale Strukturen zur Unterstützung und Integration von Geflüchteten. Es ist längst klar, dass Entwicklungen im Bereich der Migration und der Asylpolitik nicht nur einzelne, sondern alle Menschen in einer Einwanderungsgesellschaft betreffen. Die hbs Thüringen möchte daher das Thema der Flüchtlingspolitik in Thüringen begleiten und in Veranstaltungen und Projekten alle dazu einladen, sich an Debatten zu beteiligen wollen.

Urheber/in: Sylwia Mierzynska. All rights reserved.

Veranstaltungen in Thüringen

In diversen Veranstaltungen lädt die hbs Thüringen ein, sich mit verschiedenen Themenschwerpunkten im Bereich Flucht und Migration auseinanderzusetzen. Die Projekte, die oft in Zusammenarbeit mit lokalen KooperationspartnerInnen entstehen, wollen zur Beteiligung an relevanten Debatten und zum Austausch anregen.


Die Bleibenden: Wie Flüchtlinge Deutschland seit 20 Jahren verändern

Wie sehen Geflüchtete die Flüchtlings- und Asylpolitik der Bundesrepublik Deutschland und wie sollten Behörden, Geflüchtete, Helfer und die Politik zusammenarbeiten, um Integration zu stärken? Christian Jakob (Redakteur der taz) stellt sein aktuelles Buch in Gera vor.

Frauen und Flucht

Wir sind das Problem, weil wir nicht darauf vorbereitet sind, auf die Schwierigkeiten der Frauen einzugehen.
Dr. Silke Albin (Staatssekretärin für Justiz, Migration und Verbraucherschutz in Thüringen)

Während in den vergangenen Jahren vor allem Männer in Europa ankamen, steigt der Anteil von Frauen und Kindern unter den Flüchtenden immer weiter an. Die besonderen Bedürfnisse von geflüchteten Frauen finden in der öffentlichen Debatte allerdings oft wenig Beachtung. Es gilt, nicht nur bei Angelegenheiten der Unterbringung, sondern beispielsweise auch beim Thema Bildung und Berufserfahrung auf den spezifischen Kontext und Hintergrund der Frauen und ihrer Herkunftsländer einzugehen.

„Da entsteht ein Handlungsbedarf, der gefüllt werden muss." - Zur Situation geflüchteter Frauen in Deutschland und Thüringen

In Deutschland ist etwa ein Drittel der Geflüchteten weiblich. Viele der Frauen, die in Deutschland ankommen, sind traumatisiert, oft haben sie sexuelle Übergriffe und Gewalt erlebt und tragen die Verantwortung für ihre Kinder auf der Flucht. Die Veranstaltung "Frauen und Flucht" fragte nach der Lebenssituation geflüchteter Frauen in Deutschland und Maßnahmen für gezielte und geeignete Hilfe und Unterstützung speziell in Thüringen. Jena, 22. Oktober 2015

Von Sophia Röder

Hintergrund: Flüchtlingspolitik in Thüringen 2015

„Das ist doch ein Horrorgemälde, das nichts mit der Realität zu tun hat“

Ein Interview mit dem Thüringer Minister für Migration, Justiz und Verbraucherschutz Dieter Lauinger (Bündnis 90 / Die Grünen) über die Aufnahme und soziale Standards für Geflüchtete in Thüringen und darüber, was die Flüchtlingspolitik von rot-rot-grün in Thüringen von ihrer Vorgängerregierung unterscheidet.

Von Norbert Krause

Das Dossier der Bundesstiftung beschreibt Fluchtursachen, wirft einen Blick auf die Grenzen Europas, beleuchtet die Willkommenskultur in Deutschland und die Erzählungen der Mediengesellschaft. Weitere Perspektiven bieten das Logbuch der Sea-Watch und die literarischen Annäherungen der Berliner Anthologie.

Heimatkunde ist ein migrationspolitisches Portal der Bundesstiftung und präsentiert Informationen, Analysen und Meinungen zu den großen Themenfeldern Migrationspolitik, Teilhabegesellschaft, Diversity Management, Kunst und Kultur.

Informationen der Bundeszentrale für politische Bildung über Flucht und Asyl in Deutschland —

Die Länder spielen in der Flüchtlingspolitik eine zentrale Rolle: Wie lösen sie die Probleme von Aufnahme, Bleiberecht und Integration? Wie positionieren sie sich gegen Rassismus?