Politische Kultur

Dossiers

Dossier: Teilhabe von Geflüchteten und Migrantische Selbstorganisation

Um sich als Teil einer zunächst fremden Gesellschaft begreifen zu können, müssen Zugezogene in der Lage sein, ihre Möglichkeiten innerhalb des neuen sozialen Umfelds eigenständig wahrzunehmen und zu nutzen.

In diesem Dossier stellen wir daher verschiedene thüringische und bundesweite Projekte und Menschen vor, die Geflüchtete und MigrantInnen zur Teilhabe und aktiver Mitgestaltung der Gesellschaft ermutigen.

Digital ist besser

Spätestens durch die einsetzende massenhafte Verbreitung des Internets Anfang der 2000er Jahre waren die Erwartungen an neue politische Beteiligungsmöglichkeiten groß. Im Web 2.0 kann jeder publizieren, seine Meinungen austauschen und seine Besitztümer zur gemeinsamen Nutzung anbieten. Dennoch haben vor allem die Überwachung, Datenspeicherung und die Kommerzialisierung von Online Communities zur digitalen Ernüchterung geführt. In unserer Veranstaltungsreihe gehen wir der Frage nach, welchen Beitrag das Internet in Zukunft für Demokratie und ökologische Nachhaltigkeit spielen kann.

Politische Kultur

Der lange Weg nach Deutschland

Auf der Veranstaltung „Der lange Weg nach Deutschland“ am 23. Februar 2017 wurde im Stellwerk Weimar über die Lage in Syrien berichtet und ein Film über die Flucht zweier Brüder nach Deutschland gezeigt.

By Norbert Krause

Es ist schwerer, nicht die Wahrheit zu sagen

In Deutschland gibt es etwa 7,5 Mio. Menschen, die kaum bzw. gar nicht lesen und schreiben können. Nicht nur für sie, sondern auch für Menschen mit Lernschwächen oder für MigrantInnen ist Leichte Sprache eine wichtige Voraussetzung zur gesellschaftlichen Teilhabe.

„Wollen wir in Finnland oder in Deutschland Inklusion durch Leichte Sprache fördern, müssen wir unsere Gesellschaften einem Test von ‚Erreichbarkeit‘ unterziehen“, so Leealaura Leskelä, Leiterin des Finnischen Zentrums für Leichte Sprache.

By Norbert Krause

Fotografie zaubert

Krämerbrücke, egapark, Domplatz, Stadtbibliothek... In einem Foto-Workshop der Heinrich-Böll-Stiftung Thüringen und der Fotografin Sylwia Mierzynska erkundeten Geflüchtete und schon länger in Erfurt lebende Menschen die Stadt auf neue Weise. In gemeinsamen Fotospaziergängen durch die Gassen Erfurts tauschten die Neu- und Alterfurter sich hinter ihren Kameras über Lieblingsplätze und Gemeinsamkeiten aus und erlebten "ihre Stadt" durch den Blickwinkel der Anderen. Mit vielen Freunden wurde im März 2016 die Ausstellungseröffnung der fotografischen Ergebnisse in der Stadtbibliothek Erfurt gefeiert.
By Carmen Fiedler

„Da entsteht ein Handlungsbedarf, der gefüllt werden muss." - Zur Situation geflüchteter Frauen in Deutschland und Thüringen

In Deutschland ist etwa ein Drittel der Geflüchteten weiblich. Viele der Frauen, die in Deutschland ankommen, sind traumatisiert, oft haben sie sexuelle Übergriffe und Gewalt erlebt und tragen die Verantwortung für ihre Kinder auf der Flucht. Die Veranstaltung "Frauen und Flucht" fragte nach der Lebenssituation geflüchteter Frauen in Deutschland und Maßnahmen für gezielte und geeignete Hilfe und Unterstützung speziell in Thüringen. Jena, 22. Oktober 2015

By Sophia Röder

Medienwandel im digitalen Zeitalter: "Youtube ist der wilde Westen"

Es war schon erstaunlich – der große Kampf blieb tatsächlich aus. Dabei war alles vorbereitet: Ein "Youtuber" und ein "klassischer Journalist" waren eingeladen. Das sollte eigentlich genügend Zündstoff liefern: Subjektive versus objektive Berichterstattung? Doch die vermeintlichen Kontrahenten waren sich in dieser Frage schnell einig und disktierten über andere Probleme der Medienlandschaft im digitalen Wandel.

By Norbert Krause

„Nachhaltigkeit ist da nur ein Nebeneffekt“

Beim dritten Salongespräch der Heinrich-Böll-Stiftung Thüringen und der Evangelischen Akademie Sachsen-Anhalt ging es um die entstehende Share Economy und ein besseres Verhältnis zu den eigenen Nachbarn.

By Norbert Krause

Seeing like a feminist - Feminismus in Indien

Die indische Politikwissenschaftlerin und Aktivistin Nivedita Menon berichtete in ihrem Vortrag in Jena über drei aktuelle Spannungsfelder des Feminismus in Indien: Die Prostitution, die kommerzielle Austragung von Kindern und die Abtreibung. Im Anschluss diskutierte sie mit Prof. Ina Kerner (Humboldt-Universität Berlin) und dem Publikum

By Norbert Krause

Die Alternative für Deutschland - Eine rechtspopulistische Partei?

Mit der  „Alternative für Deutschland“ (AfD) ist eine neue Partei in Erscheinung getreten, über deren politische Ausrichtung in der Öffentlichkeit kontrovers diskutiert wird. Dabei steht auch zur Debatte, wie stark in der Alternative für Deutschland rechtspopulistische Tendenzen vertreten sind. Mit dieser Frage beschäftigt sich eine Studie des Sozialwissenschaftlers Alexander Häusler vom Forschungsschwerpunkt Rechtsextremismus/Neonazismus der FH Düsseldorf (FORENA). Für die HBS Thüringen hat er fünf zentrale Fragen beantwortet, die kurz und prägnant Auskunft über die Afd geben. 

Die antifeministische Männerrechtsbewegung. Denkweisen, Netzwerke und Online-Mobilisierung

Blogs für Geschlechterdiskurse und emanzipatorische Männerbewegungen werden seit einigen Jahren von antifeministischen Männerrechtlern angegriffen. Koordinierte Hasstiraden in Internetforen gegen Einzelpersonen und stereotype Aussagen von „Frauenherrschaft“ und „männermordenden Emanzen“ gehören dabei zum Standard. Die Studie „Die antifeministische Männerrechtsbewegung – Denkweisen, Netzwerke und Onlinemobilisierung“ von Hinrich Rosenbrock bietet die bislang umfassendste Expertise zur antifeministischen Männerrechtsbewegung im Deutschsprachigen Raum. Der Autor stellte die Studie an der FSU Jena vor. Es diskutierten mit Hinrich Rosenbrock:  Hans- Joachim Lenz (Gender Diversity – Fachverband für gender-kompetente Bildung und Beratung) und Dr. Marc Gärtner (Dissens e.V.).

By Carmen Fiedler

Zwischen Katzencontent und Diaspora

Nach der Euphorie kam die Enttäuschung. Doch welche Perspektive haben social media? Über die Potentiale und Gefahren des Web 2.0 wurde auf der Tagung "Mitmachnetz und Digitale Demokratie" der Heinrich-Böll-Stiftung Thüringen und der Evangelischen Akademien Thüringen und Sachsen-Anhalt diskutiert.

By Norbert Krause

Thüringen gesundschrumpfen! Nur wie?

 Wir leben in Strukturen, die an einer viel größeren Bevölkerungszahl ausgerichtet sind. Insofern gibt es dringenden Handlungsbedarf. Darin waren sich die Teilnehmer/innen einer Podiumsdiskussion zum Thema „Gebietsreform in Thüringen. Zankapfel oder Zukunftsprojekt?“ einig. Offen blieb dagegen, wie die Reform baldmöglichst auf den Weg gebracht werden kann.

By Norbert Krause

„Und welcher Rasse gehören sie an?“

Im Artikel 3 des Grundgesetzes steht, dass niemand aufgrund „seiner Rasse“ benachteiligt oder bevorzugt werden darf. Die Verwendung des Begriffs "Rasse" ist stark umstritten. Doch welche Formulierung kann man stattdessen verwenden und wie ist eine Reformierung des Grundgesetzes möglich? Am 14. Februar 2011 veranstaltete die Heinrich-Böll-Stiftung eine Diskussion zum Thema „Ein Grundgesetz ohne Rasse“.

By Norbert Krause

Demokratie buchstabiert

Wie ist es um unsere Demokratie 20 Jahre nach der friedlichen Revolution bestellt? Wo werden, wo wollen wir in 20 Jahren stehen? Mit der Aktion „Demokratie buchstabiert“ will ein Verbund aus ostdeutschen Landesstiftungen und der Bundesstiftung über die demokratischen Kulturen in Ostdeutschland diskutieren.
Dazu haben wir zu den zehn Buchstaben des Wortes „Demokratie“ zehn Stichworte gefunden, über die wir nachdenken und zu denen wir uns Ihre Meinung wünschen. Alltagserfahrungen sind dabei genauso willkommen wie Hinweise auf wissenschaftliche Untersuchungen, provokante Zuspitzungen und satirische Übertreibungen.

Mit zehn verschiedenen Postkartenmotiven buchstabiert die Heinrich-Böll-Stiftung Demokratie. Wir möchten damit zu mehr Debatte, mehr Engagement ermutigen, das Nachdenken über Opposition, Koalition in der Demokratie anregen, über die Chancen und Möglichkeiten des Internets zum Ausbau und zur Stärkung der Demokratie diskutieren... Die nachfolgenden Motive sind als Postkarten einzeln und im Set über die Geschäftsstelle erhältlich. Gern unterstützen wir damit z.B. Aktionstage für Demokratie und Zivilcourage sowie Initativen und Netzwerke gegen Rechtsextremismus vor Ort.

Demokratie

Demokratie ist für uns sowohl gelebte Alltagspraxis als auch eine Utopie und ein weitreichendes Versprechen. Unsere Projekte werben für demokratische Verhältnisse und haben die Aufgabe, Demokratie lebendig zu halten und weiterzuentwickeln – in der Gesellschaft, in Parteien und Institutionen. Insbesondere beschäftigen wir uns dabei mit Fragen einer neuen politischen Beteiligungskultur und dem digitalen Wandel.

Wir bürsten Zeitgeschichte gegen den Strich und setzen uns kritisch mit Rechtspopulismus, extremer Rechten und verschiedensten Formen von Diskriminierung auseinander.

Veranstaltungen

10. Nov.
25. Thüringer Tage der jüdisch-israelischen Kultur - Exklusive Voraufführung
Erfurt
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Publikationen

Abschlussbericht Kommunale Bürger/innenbeteiligung

Im Auftrag der Heinrich-Böll-Stiftung untersuchte ORBIT (Organisationsberatungsinstitut Thüringen) die Erfahrungen der verschiedenen Akteure in der Bürger/innenbeteiligung. In der zugrundeliegenden deutschlandweiten Onlinebefragung wurden Beteiligungsinstrumente und deren Einsatz genauso beleuchtet, wie das vorhandene Know-How der Beteiligten.

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