Bestellvorträge

Horizonte erweitern, Diskussionen vertiefen

Mit dem Bestellvortragsangebot können Kooperationspartner/innen der Böll-Stiftung - Vereine und Initiativen aus Thüringen - unkompliziert Verantaltungen zu interressanten Themen und aktuellen Diskussionen organisieren.

Hierfür bietet die Heinrich-Böll-Stiftung zu Schwerpunktthemen aus den Bereichen Nachhaltige Entwicklung, Bildung & Kultur, Demokratie & Zeitgeschichte sowie Wirtschaft & Soziales Vorträge von verschiedenen Referent/innen an. 

Die bestellenden Vereine und Initiativen stellen den Veranstaltungsraum zur Verfügung und organisieren die Öffentlichkeitsarbeit, die wir bei Bedarf auch gern unterstützen.
Bei Interesse nehmen sie bitte über info@boell-thueringen.de bzw.Tel. 0361-5553257 Kontakt mit uns auf!

Ihr Thema ist noch nicht unter den Bestellvorträgen, passt aber zur Arbeit unserer Stiftung? - Dann suchen wir gern zusammen nach einer Lösungen und nehmen Anregungen in unser Angebot mit auf!

Referent/innen und Themen

Nikolaus Huhn

Referent
Thüringen in kleinen Schritten - Lesung zum Hörenden Fußmarsch

Was tun wir, wenn Selbstverständlichkeiten einmal nicht mehr selbstverständlich sind? Mit dieser Frage im Gepäck macht sich der Thüringer Aktionskünstler Nikolaus Huhn von April bis Mai 2013 mit einem großen Ohrenwagen auf die Suche nach der Robustheit und Resilienz seiner Heimat und nach der Fähigkeit des Freistaates, sich wenn nötig aus eigener Kraft und aus eigenen Ressourcen zu erhalten. Er sucht und findet besonders im ländlichen Raum die Stärken der Region. Es wird eingekocht, Mehl gemahlen, selbst gebacken, geheizt und geschlachtet und die Bilanz der Eigeninitiativen ist insgesamt gar nicht so schlecht. Ob Politiker, Unternehmerin oder der Opa am Gartenzaun, er begegnet den Menschen, vorbehaltlos und leiht ihnen sein Ohr. In diesem spannenden und unterhaltsamen Etappenbericht wird weder Schwarzmalerei betrieben noch den Weltuntergangsszenarien ein weiteres hinzugefügt. Das Buch beschreibt mit leichter Feder ernste Herausforderungen, und lädt ein, sich ihnen zu stellen.

Nikolaus Huhn ist Jahrgang 1959, gelernter Tischler, verheiratet, ungelernter Vater von vier Kindern. Er ist selbstständig im Bereich Wärmedämmung und Energieberatung und freier Autor für Süddeutsche Zeitung, Neues Deutschland, Rheinischer Merkur, Freitag, und verschiedene Rundfunkanstalten. Zuletzt: Thüringen in kleinen Schritten, Mitteldeutscher Verlag

Michael Welz

Referent

Klima, Energie und Elektromobilität

Was haben der CO2 Kreislauf und der Treibhauseffekt für einen Einfluss auf den Menschen und was kann jeder Einzelne von uns für den Klimaschutz tun? Michael Welz ist staatlich geprüfter Umweltberater und Umweltechniker, seit 2004 ist er freier Bildungsreferent und betreut u.a. die Ausstellung "Klima wandelt Thüringen" der Heinrich-Böll-Stiftung Thüringen e.V. Seine Vorträge handeln von Klimaschutz und Klimawandel,  Konzepten für Bioenergiedörfer und nachhaltigen Verkehr.

» Nähere Informationen zum Referenten und die Ankündigung des Vortrages stehen hier zum Download zur Verfügung.

Jennifer Schubert

Referentin
Wider das Recht der Stärkeren – Straßen für alle

Sinkende Unfallzahlen, immer mehr Radverkehr – alles gut in deutschen Städten? Wer wissen will, wie einschränkend der heutige Kfz-Verkehr ist, muss ihn aus Kinderperspektive betrachten. Die Mobilität von Kindern ist bis weit ins Grundschulalter hinein abhängig von Erwachsenen: Begleitung zum Kindergarten und zur Schule, Bring- und Holdienste zu Vereinen und Freunden. Das selbständige Erkunden der Umgebung mit ausreichenden Bewegungs- und Sportmöglichkeiten mit viel Raum für zwanglose Begegnung und spontanes Spiel ist auch in vermeintlich kinderfreundlichen Städten die Ausnahme. Doch es gibt gute Ansätze und neue Wege, Kindern wieder mehr Freiraum zu gönnen.  In einem anschaulichen Vortrag mit vielen Bildern und Praxisbeispielen sowie Aspekten aus der Verkehrspsychologie erläutert Jennifer Schubert Wege zu einer verträglicheren Mobilität, von der nicht nur Kinder profitieren.

Jennifer Schubert beschäftigt sich seit zehn Jahren mit Verkehrsthemen, zuerst in ihrer Zeit als Stadträtin in Jena, dann als Landtagsabgeordnete für BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. Schwerpunkte sind der öffentliche Nahverkehr, Carsharing,  Bundesverkehrswegeplanung, Radverkehr und Verkehrssicherheit. Sie ist Mitglied im Landesvorstand von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sowie im Verkehrsclub Deutschland. Sie gehört zum Organisationsteam für den nächsten Bundesumwelt- und Verkehrskongress vom 13. bis 15. März 2015 an der Fachhochschule Erfurt.

 

Yvonne Schneemann

Referentin

Von der Vision zur Utopie? - Die Umsetzung von NATURA 2000 in Thüringen

2012 feierte das Schutzgebietsnetz NATURA 2000 für Europas Pflanzen- und Tierarten sein 20jähriges Bestehen. Anlass genug, Bilanz zu ziehen. In einer Evaluation widmete sich Yvonne Schneemann der Verwirklichung von NATURA 2000 in Thüringen. Wie wurden die einzelnen Schritte umgesetzt, welche rechtlichen und administrativen Grundlagen wurden geschaffen und wie steht es heute um die Arten und Lebensräume Thüringens?

»  Nähere Informationen zur Referentin und die Ankündigung des Vortrages stehen hier zum Download zur Verfügung    

Dr. Frank Augsten

Referent
Gentech-Food, Hormonfleisch und Chlorhähnchen?
Was bedeutet das transatlantische Handelsabkommen (TTIP) für die Verbraucher/innen in Europa?

Dr. Frank Augsten ist Agrarwissenschaftler und hat langjährige Erfahrungen in den Bereichen nationale und internationale Agrarpolitik, Verbraucherschutz und Entwicklungspolitik (Lehrtätigkeit, Publikationen, Vorträge). Aktuell ist er Geschäftsführer der Ökotrend Projekt und Marketing GmbH.

In seinem Vortrag geht er auf die Geschicht des GATT und der WTO sowie auf Gründe für das Scheitern der WTO und damit einhergehend eine Renaissance von bilateralen Abkommen ein. Außerdem werden der aktueller Stand der Verhandlungen zwischen den USA und der EU und Unterschiede in der Kommunikation in den USA und in der EU beleuchtet.

Nach einer Bewertung der Verhandlungsziele vor allem vor dem Hintergrund anderer abgeschlossener Abkommen und einer vertiefenden Analyse der Erwartungen und Potentiale für unterschiedliche Wirtschaftsbereiche ist das Publikum zur Diskussion eingeladen.

Aktuelle Entwicklungen im Bereich Agro-Gentechnologie - Erfahrungen und Konsequenzen aus dem erfolgreichen Widerstand in Thüringen

In diesem Vortrag thematisiert Frank Augsten die aktuellen Entwicklungen auf EU-, Bundes- und Landesebene im Bereich der Agro-Gentechnologie. Inhaltliche Schwerpunkte sind dabei der Stand der Zulassung neuer gentechnisch veränderter Pflanzen, der Sonderfall Gylophosat, Opt out-Regelung (Lösung oder Hintertür?), die Geschichte des erfolgreichen Widerstandes in Thüringen, die Konsequenzen aus diesem Widerstand für die aktuellen Entwicklungen, sowie das "Aktionsbündnis für eine gentechnikfreie Landwirtschaft in Thüringen".

Darüber hinaus wird Frank Augsten dem Publikum einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung der Agro-Gentechnologie geben und lädt auch hier das Publikum am Ende zu einer offenen Diskussion ein.

Stephan Gunkel

Referent
"Baden in Flüssen - Big Jump für saubere Gewässer!"

Stephan Gunkel engagiert sich seit Jahren für lebendige naturnahe und saubere Gewässer, in denen auch wieder gebadet werden kann. Er ist (Mit-)Organisator von Flussbadeaktionen in Frankreich, Meiningen und Erfurt. Darüber hinaus betätigt er sich im Gewässerbeirat zur Umsetzung der WRRL im TMUEN, ist Geschäftsführer des Flussbüros Erfurt und hat 2014 eine Veröffentlichung zum Thema: Baden in der Saale? Wasserqualität, Badestellen, Potentiale, herausgebracht.

Baden im Fluss? Geht das denn? Na klar! Wir können selbst etwas dafür tun, dass dies wieder mehr und mehr möglich wird. Der „Big Jump“ und die „Big Jump Challenge“ sind zwei europaweite Aktionen, die das Flussbaden wieder publik machen wollen und damit einen politischen Anspruch verbinden: unsere Flüsse sollen wieder so sauber werden, dass man guten Gewissens darin baden kann! 2015 ist ein wichtiger Meilenstein – bis dahin hatten sich die EU-Länder vorgenommen, ihre Gewässer in einen guten Zustand zu bringen. Noch immer sind wir davon aber weit entfernt!

Wie können wir einen guten Gewässerzustand erreichen & den Wert sauberer und lebendiger Gewässer besser vermitteln?

Der Vortrag zeigt am Beispiel des Flussbadetags in Erfurt, wie man eine solche Veranstaltung nutzen kann, um ein breites Publikum mit diesem Thema zu erreichen.

"Werra - Versalzung ohne Ende?"

Neben seinem Engagement für saubere Gewässer besitzt Stephan Gunkel zudem jahrelange Erfahrung im Bereich Gewässerrenaturierung, erstellt Planungen zur Gewässerentwicklung und stellt Untersuchungen zu typischen Arten wie dem Biber, dem Fischotter und dem Eisvogel an. Seit 2003 egangiert er sich gegen die Werraversalzung durch die Kaliindustrie. Bis zum Ausstieg unter Protest war er bis Ende 2014 Vertreter der Thüringer Umweltverbände am Runden Tisch „Gewässerschutz Werra/Weser und Kaliproduktion".

Die Werraversalzung hat „Tradition“: Seit Beginn des 20. Jahrhunderts werden Werra und Weser in Mitleidenschaft gezogen. Mit dem Ende der ostdeutschen Kaliproduktion keimte die Hoffnung auf eine salzfreie, naturnahe  Werra auf. Trotz zahlreicher Proteste, Verhandlungen und Veranstaltungen ist die Kaliindustrie bis heute nicht in der Lage bzw. willens, die Versalzung der Werra und des Grundwassers zu beenden.

In diesem Vortrag möchte Herr Gunkel eine Darstellung der andauernden Umweltbelastung geben sowie Lösungsansätze aufzeigen.

Heidi Büttner

Referentin

Klima und Treibhauseffekt

- Der Vortrag ist für ZuhörerInnen geeignet, die sich populärwissenschaftlich für das Thema interessieren. Anhand öffentlich zugänglicher Klimawerte und eigenen Bildmaterial erkläre ich das Räderwerk von Hochs und Tiefdruckgebieten; wie entstehen Unwetter wie Tornados und Elbhochwasser, wie verhalten sich die regelmäßig wiederkehrenden Wettererscheinungen unter dem Effekt der Klimaerwärmung und wie wirken die Treibhausgase zusammen mit Vulkanstaub und extraorbitalen Faktoren auf unser Klima.

» Nähere Informationen zur Referentin und die Ankündigung des Vortrages stehen hier zum Download zur Verfügung.

An der Grenze des Machbaren

Erfahrungsberichte aus drei Wochen in Idomeni

Monatelang verfolgten tagtäglich tausend Flüchtlinge auf der Suche nach neuen Lebensperspektiven die Balkanroute in Richtung Mitteleuropa. Ende Februar bis Mitte März 2016 machten sich siebzehn Menschen aus Erfurt auf die Reise, diesen Weg aus umgekehrter Richtung anzutreten und den Menschen auf ihren Märschen und in den Camps an den Grenzübergängen Unterstützung zu bieten.

Über Ungarn, Serbien und Bulgarien erreichte die Gruppe in einem von Radio F.R.E.I. und der Naturfreundejugend Erfurt organisierten Konvoi und mit im Vorherein gesammelten Sachspenden als letzte Station Idomeni in Griechenland und half dort vom Essen kochen bis Kleider ausgeben bei den Tätigkeiten vor Ort.

Über ihre Erfahrungen und persönlichen Eindrücke der Situation in den Zeltstädten und an den Grenzübergängen, der Stimmung unter Geflüchteten und Freiwilligen und der konfliktreichen Entstehung einer Struktur, die effektiv helfen will, da wo es so nötig gebraucht wird, wollen die Fahrer/innen des Konvois sich gemeinsam mit den Zuhörenden austauschen und informieren. Neben viel Zeit für persönliche Gespräche, Anregungen und Fragen gibt es auch die Möglichkeit, nachzuvollziehen, wie die Spendengelder umgesetzt worden sind und in Zukunft eingesetzt werden sollen.

Thomas Wey

Referent
Das Grüne Band in Deutschland - Vom Todesstreifen zur Lebenslinie

Der "Eiserne Vorhang" trennte seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges Deutschland und Europa. Während das Grenzgebiet für die Ostdeutschen unzugänglich war, konnten Naturfreunde aus dem Westen beobachten, dass im ungenutzten Grenzstreifen viele Vogelarten einen Rückzugsraum in der sonst intensiv genutzten Kulturlandschaft fanden. Bereits vier Wochen nach der Grenzöffnung wurde das deutsch-deutsche Naturschutzprojekt "Grünes Band" ins Leben gerufen. Ziel ist es, den ehemaligen Grenzstreifen als "Lebenslinie" für den Biotopverbund zu erhalten und als lebendiges Denkmal der Geschichte und Natur zu bewahren.  

Es wird ein 45-minütiger Vortrag zur Geschichte der Grenze, des Grünen Bands und der vorhandenen Naturschätze angeboten, welcher wahlweise mit einem 10-minütigen Film einer Fluchtgeschichte und einem 45-minütigen BBC-Filmbeitrag ergänzt werden kann. Bei größeren oder mehrtägigen Veranstaltungen ist der Verleih einer entsprechenden Ausstellung möglich. 

Thomas Wey, Jahrgang 1961, ist aufgewachsen mit der Erfahrung der deutschen Teilung innerhalb der Familie und in der Nähe zur Grenze. Er war zudem Teilnehmer der Friedlichen Revolution in Leipzig. Seit 1994 hat er sich beim BUND Thüringen mit dem Projekt des Grünen Bands befasst, u.a. mit mit einem Projekt zur Offenhaltung von Flächen mittels Schafbeweidung.

 

Dr. phil. Melha Rout Biel

Referent

Deutsches Engagement in Afrika

Dr. phil. Melha Rout Biel ist Politikwissenschaftler und diplomierter Sozialarbeiter und Sozialpädagoge. Er war langjährig leitender Sozialarbeiter in Jena und Dozent an der Universität Erfurt im Bereich internationale Beziehungen, Entwicklungszusammenarbeit und die Rolle der UNO. Seit 2005 ist er als Lehrbeauftragter an der Fachhochschule Erfurt, FB Sozialwesen tätig. Er ist außerdem vortragender Dozent bei Einsatzführungskommandos der Bundeswehr in Postdam und bereitet die Soldaten auf Auslandeinsätze in Afrika vor.

Dr. Biel publiziert u.a. zu den Themen Demokratie, Menschenrechtfrage, Armutsbekämpfung sowie Kindersoldaten in Afrika.

Bestellvorträge bietet er zu den Themen "Vor-und Nachteile des Einsatzes der Bundeswehr zur Friedensicherung in Afrikanischen Staaten" und zur Problematik "Kindersoldaten in Afrika - Ursachen und Lösungsmöglichkeiten" an.

Thomas Bohn

Referent

Vorurteile, Rassismus und Stammtischparolen

Inhalt der Seminars ist es, sensibel mit Vorurteilen im Alltag umzugehen und die eigene Perspektive / Momente zu erkennen, diese zu hinterfragen und lernen damit umzugehen. Das Seminar wird in Moderationsform durchgeführt, ein aktiver Austausch und Mitarbeit der TN‘innen ist erwünscht und wird erwartet. Dauer des Seminars: ab 2 Zeitstunden - Tagesseminar. Weitere Informationen über buero@boell-thueringen.de.

Karin Kowol

Referentin
Das Grüne Band Europa: Grenzen trennen - Natur verbindet

Zum Grünen Band Europa wird ein Bildvortrag angeboten, welcher die verschiedensten Aspekte des Grünen Bands beleuchtet. So ist es ein Denkmal deutscher und europäischer Geschichte, ein Rückzugsraum für seltene und gefährdete Arten und der längste Biotopverbund. Das Grüne Band ist auch ein Ort der Begnungen von Ost und West, Süd und Nord: Es gibt einen Anlass über die Grenzen zusammenzuarbeiten und sich auszutauschen. Der Vortrag lädt Interessierte zu einer gedanklichen Reise entlang des Grünen Bandes Europa ein, vom Eismeer bis zum Schwarzen Meer.

Karin Kowol studierte Angewandte Physische Geographie, bevor sie ab dem Jahr 2000 aktiv beim Projekt des Grünen Bands wurde. Dort ist sie tätig in den Bereichen Umweltbildung, Lobbyarbeit, Publikationen, Flächenerwerb, Landschaftspflege und in der internationalen Kooperation zum Grünen Band Europa (u.a. Koordinatorin im Rahmen des Interreg-IIIB-Projektes "GREENBELT").

Bernward Credo

Leben im westafrikanischen Mali - jenseits von Fußball- und Safariwelle

- Fußballweltmeisterschaft in Südafrika – und Afrika, der vergessene Kontinent, war kurze Zeit auf allen Bildschirmen: mit Skylines und Luxushotels vor malerischen Traumstränden, Elefanten und Giraffen in unberührten Safarilandschaften. Oder mit platt kommentierten Bildern materieller Not. Am Beispiel der Stadt Kati in Mali wird gezeigt, dass wenig davon den Alltag der Menschen prägt. Dass einfach zu leben würdevoll ist, wenn auch nicht leicht oder gar romantisch. Projekte werden vorgestellt, in denen Malier und ihre Zusammenschlüsse mit überschaubarem Aufwand unterstützt werden. Einzelne können gewiss nicht „Afrika retten“, aber konkret helfen, wenn sie sich darauf einlassen - und sich dabei immer wieder selbst als Beschenkte erleben.

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Michael Kleim

Referent

Verboten

Der 1960 geborene Michael Kleim studierte Theologie an der kirchlichen Hochschule Naumburg und war während der DDR in der politischen und kulturellen Opposition aktiv. Seit 1995 ist er in Gera als Stadtjugendpfarrer tätig. Besonderen Einsatz zeigt er für eine grundlegende Neuorientierung im Umgang mit Drogen. Seine Vorträge handeln von Drogenpolitik weltweit, Drogenkultur und Verbote von Konzerten und Büchern in der DDR. Er ist Mitautor der Ausstellung „Drogenkultur – Kulturdrogen“ der Heinrich-Böll-Stiftung Thüringen.  

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Peter Hellström

Referent

"Die Postkontrolle der Staatssicherheit"

Die Postkontrolle, ein methodisches Kontrollsystem der ehemaligen DDR, diente der Bespitzelung der Bürger, um das vermeintliche Erstarken von Oppositionsgruppen zu unterbinden. In Peter Hellströms Biographie selbst spielen dieVerfahren und Mittel der Postkontrolle eine entscheidende Rolle. In seinem Vortrag „Postkontrolle der Staatssicherheit“ geht der Autor des gleichnamigen Buches der Frage nach, wie sich ein solches System der Bespitzelung entwickeln konnte, wer bespitzelt wurde und welche Auswirkungen solche Mittel auf politisch Andersdenkende haben können.

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Manfredo Koessl

Referent

Palmöl: Segen oder Fluch?

Deutschland ist Hauptabnehmer des kolumbianischen Palmöls. Die massive Ausweitung der Palmölproduktion wird sich noch Jahrzehnte lang auf die soziale und politische Situation in Kolumbien auswirken. Der Vortrag zeigt die Auswirkungen deutscher Politikentscheidungen in Kolumbien auf.

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Lea Hinze

Referentin

Die TransitionTown Bewegung

Posterdölzeitalter, Grenzen des Wachstums...

Immer drängender werden weltweit die Anzeichen, dass wir nicht nur etwas an unserem Lebensstil ändern sollten, sondern dass sich unsere Lebensumstände in den kommenden Jahrzehnten radikal verändern werden. Und dass wir gut daran tun, uns sorgfältig darauf vorzubereiten.

Die Transitionbewegung entwickelt Ideen, wie wir diesen Wandel Stadt für Stadt, Viertel für Viertel gestalten können, um unsere Lebensumstände in die eigenen Hände zunehmen und unsere Nachbarschaften zukunftsfähig, also überlebensfähig machen.

 

Gentechnik und ihre Folgen

In ihrem Vortrag „Der Ausverkauf der Landwirtschaft – Gentechnik und ihre Folgen“ erklärt Lea Hinze die Grundzüge der Gentechnik, zeigt Kritikpunkte und Interessenkonflikte auf. „Wir futtern uns ins Schlaraffenland.“ -ein weiterer Vortrag, führt uns unsere eigene Ernährung und deren Auswirkung auf andere Teile der Welt auf.  Die Gentechnikkritikerin und Umweltaktivistin Lea Hinze beschäftigt sich seit Jahren mit den Risiken und Gefahren der Gentechnik sowie mit den Interessen und Geschäftspraktiken der Gentechnikkonzerne.

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Foto: René Böll. All rights reserved.

Veranstaltungen

30. Aug03. Sep
„Anders wirtschaften und den Wandel gestalten“
Pfarrkeßlar
31. Aug
Lesung und Gespräch mit Markus Nierth
Gera
06. Sep
Workshop für einen Perspektivenwechsel vom Konsumieren zum Produzieren
Erfurt
14. Sep
Einladung zur Fachtagung
Erfurt
28. Sep
Abendlesung mit Safiye Can
Sonneberg
26. Okt27. Okt
Dreiländereck Rhön - Nachhaltige Ideen für die Region
Alle Veranstaltungen

Gut vertreten?

Innerhalb des Projekts "Gut vertreten? Update für Demokratie" beschäftigen wir uns bundesweit entlang der drei Themenschwerpunkte "Beteiligung", "Parteien" und "Inklusion" mit den Baustellen der Demokratie.

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